Atomares Tauwetter oder vorgetäuschte Entspannung?
Kim Jong-un erwägt, die nordkoreanischen Raketen- und Atomtests auf Eis zu legen. Alexander Graf Lambsdorff sieht das Vorgehen des Diktators jedoch skeptisch.
Auch hinsichtlich eines geplanten Treffens zwischen Kim Jong-un und Donald Trump müsse man skeptisch bleiben gegenüber den Äußerungen. Für Kim bedeutet ein solches Treffen mit dem US-Präsidenten einen enormen Prestige-Gewinn, welcher durch solche Ankündigungen noch verstärkt werden soll. Die Frage ist nur: Was zählen Kims Versprechen? „Denn letztendlich ist Nordkorea immer noch ein Land mit Konzentrationslagern und schwersten Menschrechtsverletzungen“, erklärt Lambsdorff.
Für die Kommunikation zwischen Nord- und Südkorea könnten die Versprechen Kims ein erster Schritt der Annäherung sein, der jedoch genauestens beobachtet werden muss. „Man steht hier ganz, ganz, ganz am Anfang eines möglichen Dialogprozesses“, sagt Lambsdorff. Für Kim sind die zukünftigen Treffen laut ihm vor allem eines: „Ein großer diplomatische Durchbruch.“