Jetzt ist die Zeit für Entlastungen
FDP-Generalsekretärin Nicola Beer befürchtet, dass die Große Koalition für die Bürger teuer wird: Es würden neue Ausgaben geschaffen, statt in Zukunftsprojekte zu investieren, sagt sie im Deutschlandfunk.
CDU, CSU und Grüne seien in den Jamaika-Sondierungen nicht mutig genug gewesen, „genau diesen Weg zu gehen, den die Freien Demokraten vorgeschlagen haben“, so Beer weiter.“ Nicht einmal in Ansätzen, denn wir sind ja kompromissbereit gewesen.“ Sie ist überzeugt, dass der Druck, den die Freien Demokraten ausüben, jetzt durch Lernerfolge bei der Union gekrönt sind: Stichwort Klimapolitik. Jetzt sei möglich geworden, „was bei uns noch völlig ausgeschlossen schien, nämlich die unmöglich gewordenen Klimaziele 2020, die rein nationale Ziele sind, aufzugeben, um ambitionierter an die Erfüllung der Klimaziele 2030, 2050 zu gehen“. Für die FDP-Generalsekretärin ist das der Beleg dafür, dass man auch aus der Opposition heraus gestalten kann. „Man kann sogar von außen Verbesserungen für die Bevölkerung erreichen“, so Beer.
FDP will Arbeitslosenversicherungsbeitrag senken
Die Freien Demokraten haben schon das nächste Ziel vor Augen: „Wir müssen die Bürger davor schützen, dass der Staat übergriffig wird. Das ist unabhängig von der Einkommensklasse.“ Daher wird die FDP-Bundestagsfraktion in der kommenden Woche einen Gesetzentwurf einbringen, der die Senkung der Arbeitslosenversicherung von drei Prozent auf 2,5 Prozent vorsieht. Damit wollen die Freien Demokraten unter anderem erreichen, dass die Sozialabgaben unter 40 Prozent stabilisiert werden. Der FDP geht es darum, gerade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen durch Abgabensenkungen zu entlasten. (ph)